Sonntag, 13. November 2016

Das sagen andere

Hallo Stuart,

ich hoffe, du kann den folgenden Beitrag etwas besser verstehend lesen als sonst, aber ich fürchte, das ist eine vergebliche Hoffnung.

Ich habe vor ein paar Tagen mit einer Gruppe Jugendlicher einen Workshop zum Thema "Mobbing" mitgestaltet. Dabei kam mir zupass, dass ich ein paar der Screenshots aus deinem Gesamtwirken präsentieren konnte - wenn es dich beruhigt, ich habe alle Namen, auch dein Pseudonym, ausgestempelt und auch keinerlei Kommentare abgegeben.

Die Reaktionen der jungen Menschen auf deine Ergüsse waren interessant.
  1. Jedem war klar, dass die vielen Seiten nicht von einem Herrn Schmidt erstellt worden sind, sondern von einem Stalker, der den Namen nur benutzt um ihn zu diskreditieren.
  2. Deine Selbstbeschreibung als Künstler führte zu Lachanfällen und Kopfschütteln; eine kluge junge Frau meinte, dass man Mitleid haben müsse, wenn jemand so wenig Selbstbewusstsein hat.
  3. Alle waren sich einig, dass da ein Krankheitsbild vorliegt, das dringend behandlungsbedürftig ist, und dass du wahrscheinlich früher oder später eine Gefahr für dich selbst und andere Menschen darstellen wirst.
  4. Ob man versuchen sollte, auf dich einzugehen, waren sich die jungen Leute nicht einig. Einige meinten, dass du vielleicht irgendwann einmal merkst, was bei dir schiefläuft, andere sagten, dass alles zu spät ist, weil sowieso nichts ankommt.
Ich habe darüber eine Weile nachgedacht und tendiere inzwischen auch zur zweiten Einschätzung.
Vor ein paar Hundert Jahren hat man den immer vorhandenen Dorfdeppen in ein gemütliches Eckchen gesetzt, ihm einen netten Hut gegeben, wo "König" oder "der Größte" oder in deinem Fall "Künstler" draufstand, und ihn mit seinen eingebildeten Freunden, Feinden, Armeen oder Pressemitteilungen spielen lassen. Ab und zu kam man vorbei, tätschelte ihm den Kopf und passte auf, dass er keine scharfen oder spitzen Gegenstände in die Finger bekam.
Inzwischen haben die Wahnwichtel Internetzugang und glauben, dass ihre Wahnvorstellungen wahr werden, wenn sie sie nur oft genug wiederholen. Das funktioniert aber genauso wenig wie vor ein paar Hundert Jahren.

Du armes Würstchen.

PS: Ich werde dich in diesem Blog nicht mehr persönlich ansprechen, weil das einfach keinen Sinn hat. Kommentare gibt es trotzdem, betrachte es als Notwehr.

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